Welpen barfen — BARF für Welpen in Berlin kaufen
Es gibt kein Welpen-BARF. Kein Welpenfleisch, keine Welpen-Rezeptur. Was ein Welpe braucht, sind dieselben Komponenten wie ein erwachsener Hund — in anderen Mengen, anderen Formen und mit einer engeren Calciumrechnung. Hier findest du genau die Artikel, die im Welpenalltag funktionieren.
Mengen berechnen im BARF-Rechner mit Welpenmodus · Abholung in Berlin-Friedenau · Lieferung in Berlin
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Gibt es überhaupt BARF für Welpen?
Nein — es gibt kein Welpenfleisch, keinen Welpen-Mix und keine Welpen-Rezeptur. Was sich unterscheidet, sind Menge, Anteile, Stückgröße und die Genauigkeit beim Calcium. Die Komponenten sind dieselben wie beim erwachsenen Hund.
Das ist die erste Enttäuschung für viele, die hier landen — und gleichzeitig die wichtigste Information. Wer Trockenfutter kennt, kennt „Puppy"-Linien: eigene Verpackung, eigene Rezeptur, eigener Preis. Bei Rohfütterung gibt es das nicht, weil es fachlich keinen Sinn ergäbe. Ein Welpe braucht dieselben Bausteine wie ein ausgewachsener Hund — nur in anderer Zusammensetzung und mit weniger Spielraum.
Was wir deshalb in dieser Kategorie zusammengestellt haben, ist keine erfundene Produktlinie, sondern eine Auswahl: die Artikel aus unserem Sortiment, die im Welpenalltag tatsächlich funktionieren. Gewolfte Knochen, weil sich der Calciumanteil damit auf das Gramm dosieren lässt. Gewolfte Innereien, weil davon nur kleine Mengen in die Ration gehören. Kleine Gebinde, damit nichts verdirbt. Und stückiges Muskelfleisch, weil ein Welpe Kauen lernen soll.
Kurz gesagt: Du kaufst hier keine Welpennahrung, sondern die richtigen Formen der normalen Komponenten. Was du davon in welcher Menge brauchst, rechnet dir der BARF-Rechner aus — er hat einen eigenen Welpenmodus mit Wachstumskurve.
Ab wann kann ich einen Welpen barfen?
Ab dem Einzug mit etwa acht Wochen. Viele Züchter füttern schon ab der vierten bis fünften Lebenswoche roh zu — ein Mindestalter gibt es nicht.
Sobald ein Welpe feste Nahrung aufnimmt, kann er roh gefüttert werden. Sein Verdauungstrakt ist darauf ausgelegt, nicht auf Extrudat. Was zählt, ist etwas anderes: Ein Welpe hat keinen Puffer.
Ein ausgewachsener Hund gleicht eine Woche mit zu wenig Calcium oder zu viel Fett problemlos aus. Ein Welpe im Wachstum tut das nicht — bei ihm wirkt sich eine dauerhaft schiefe Ration direkt auf die Skelettentwicklung aus. BARF ist im Welpenalter deshalb nicht schwieriger, aber weniger fehlertolerant. Rechnen statt schätzen ist hier keine Pedanterie.
Kommt der Welpe vom Trockenfutter, wechselst du nicht von einem Tag auf den anderen, sondern komponentenweise über ein bis zwei Wochen. Der Ablauf steht Schritt für Schritt in Welpen auf BARF umstellen.
Welpen barfen — ja oder nein?
Ja, wenn du bereit bist, die Ration zu berechnen und regelmäßig nachzujustieren. Nein, wenn das nach Aufwand klingt, den du nicht leisten willst — dann ist ein gutes Alleinfutter die ehrlichere Wahl.
Diese Frage wird meist ideologisch beantwortet, und beide Lager liegen daneben. „BARF ist immer besser" ist genauso falsch wie „Rohfütterung ist im Wachstum gefährlich".
Was stimmt: Eine selbst zusammengestellte Ration kann einen Welpen vollständig versorgen — sie ist aber nur so gut wie die Rechnung dahinter. Ein Alleinfutter bringt seine Nährstoffbilanz mit; bei BARF verantwortest du sie selbst.
Was nicht stimmt: Dass rohes Fleisch für Welpen grundsätzlich riskant sei. Die Hygieneregeln sind dieselben wie in jeder Küche. Was du meiden musst, ist rohes Schweinefleisch — das gilt aber für jedes Alter.
Wann du besser nicht barfst
- Wenn du die Ration nicht rechnen und den Knochenanteil nicht abwiegen willst.
- Wenn mehrere Personen unterschiedlich füttern und niemand den Überblick behält.
- Bei bestimmten Erkrankungen — dann gehört die Ration in tierärztliche Begleitung.
Wie viel Futter braucht ein Welpe am Tag?
Zwischen 8 % und 3 % des aktuellen Körpergewichts — der Anteil sinkt mit jedem Lebensmonat, während das Gewicht steigt. Ein erwachsener Hund liegt bei 2 bis 3 %.
Hier unterscheidet sich Welpenfütterung am deutlichsten: Die Prozentzahl ist keine Konstante, sondern eine bewegliche Größe. Beides — Prozentsatz und Gewicht — muss regelmäßig nachgerechnet werden.
| Alter | Tagesmenge (% vom aktuellen Gewicht) | Beispiel |
|---|---|---|
| 8. bis 12. Woche | 7–8 % | 5 kg → rund 375 g |
| 3. bis 4. Monat | 6–7 % | 8 kg → rund 520 g |
| 5. bis 6. Monat | 4–5 % | 14 kg → rund 630 g |
| 7. bis 9. Monat | 3–4 % | 20 kg → rund 700 g |
| ab 10. Monat | 2,5–3 % | 25 kg → rund 690 g |
Das sind Orientierungswerte. Entscheidend ist, was der Welpe daraus macht: Er soll schlank bleiben — Rippen fühlbar, Taille von oben erkennbar. Schnelles Wachstum ist bei großen Rassen ein Risiko für die Gelenkentwicklung, kein Zeichen guter Fütterung.
Wie oft am Tag?
Der Magen eines Welpen ist klein, sein Energiebedarf hoch — die Tagesmenge wird auf mehrere Mahlzeiten verteilt:
- 8. bis 16. Woche: vier Mahlzeiten
- 4. bis 6. Monat: drei Mahlzeiten
- ab 6 Monaten: zwei Mahlzeiten
Mehr dazu in Futterfrequenz im Welpenalter und BARF-Menge für Welpen.
Der BARF-Rechner für Welpen — so berechnest du die Ration
Der Rechner hat einen eigenen Welpenmodus. Er rechnet nicht nur die Tagesmenge aus, sondern legt dein Welpengewicht auf die Wachstumskurve der Rasse — du siehst also, ob dein Hund auf Kurs liegt.
Das ist der Unterschied zu einer Prozentformel auf dem Bierdeckel: Ein Welpe wächst nicht linear. Zwischen dem dritten und sechsten Monat legt er den größten Teil seines Endgewichts zu, danach flacht die Kurve ab. Wer immer denselben Prozentsatz füttert, füttert zwangsläufig irgendwann zu viel.
Schritt 1: Modus „Welpe" wählen und drei Angaben machen

- Rasse — das ist die wichtigste Angabe, denn daraus kommt das Zielgewicht und damit die Wachstumskurve. Bei einem Mischling nimmst du die Rasse, die am nächsten kommt, oder schätzt anhand des erwarteten Endgewichts.
- Gewicht jetzt — nicht das erwartete Endgewicht. Nach dem aktuellen Gewicht wird gerechnet.
- Alter in Wochen — bestimmt, an welchem Punkt der Kurve dein Welpe gerade steht.
Schritt 2: Die Wachstumskurve lesen

Der Rechner sagt dir im Klartext, ob dein Hund über, unter oder auf der erwarteten Kurve liegt — im Beispiel: „Mit 3 Monaten liegt das erwartete Gewicht bei ~10,8 kg (54 % des Zielgewichts). Dein Hund liegt gut auf Kurs." Liegt er darunter, ist das kein Alarm, sondern ein Hinweis: beobachten, in zwei Wochen erneut wiegen, gegebenenfalls die Menge anheben.

Interessant ist der Verlauf: Die Tagesmenge steigt nicht immer weiter, sondern erreicht ihren Höhepunkt im Wachstumsschub und sinkt danach wieder — obwohl der Hund schwerer wird. Genau das übersieht man beim Rechnen von Hand.
Schritt 3: Versorgungsstatus prüfen

Statt einer Zahlenwüste bekommst du eine Einordnung mit Balken und konkreten Empfehlungen — etwa „Anteil rote Innereien erhöhen" oder „Knochenanteil erhöhen oder Eierschalenpulver ergänzen". Gerade beim Welpen ist der Calciumbalken der wichtigste Wert auf der ganzen Seite.
Schritt 4: Die Welpen-Empfehlung beachten

Diese Karte erscheint nur im Welpenmodus. Hintergrund ist das DHA im Lachsöl — eine Omega-3-Fettsäure, die Baustein von Gehirn und Netzhaut ist. In den ersten Lebensmonaten wächst die Hirnmasse am schnellsten, und die zitierte T-Labyrinth-Studie (Eukanuba/Iams, 2004) sowie Heinemann und Bauer et al. (2012, JAVMA) fanden bei Welpen mit höherer DHA-Zufuhr bessere Lernleistung und Sehschärfe. Ein Klick legt das Öl in den Plan.
Schritt 5: Einkaufsliste und Warenkorb

Aus dem Plan wird eine Einkaufsliste für eine Woche, zwei Wochen oder einen Monat: mit Grammzahlen je Komponente, Zielanteil in Prozent und dem Hinweis, für wie viele Tage die Packungsgröße reicht. Ein Klick legt alles ins Körbchen — du bekommst also eine fertig kuratierte Auswahl und kannst nichts vergessen. Schon vorhandene Mengen werden ergänzt, nicht überschrieben. Wer lieber selbst zusammenstellt, nutzt die Liste als Vorlage und wählt die Artikel einzeln.
Schritt 6 — der wichtigste: Plan im Kundenkonto speichern
Beim Welpen ist der Rechner kein einmaliges Werkzeug, sondern ein Verlauf. Wenn du den Plan in deinem Kundenkonto speicherst, ist beim nächsten Aufruf alles hinterlegt — Rasse, Zielgewicht, Startdatum und die gewählte Phase.
Was das bringt: Du trägst in zwei, drei Wochen nur das neue Gewicht ein und siehst sofort, ob dein Welpe noch auf der erwarteten Kurve liegt. Liegt er darüber, nimmst du Menge oder Fettanteil zurück; liegt er darunter, gehst du hoch. Genau dieser Soll-Ist-Abgleich über die Zeit ist das, was eine Welpenration von einer Erwachsenenration unterscheidet — und was sich ohne gespeicherten Plan nach ein paar Monaten niemand mehr merkt.
Welpen barfen im Alltag.
Die Punkte, an denen es in der Praxis schiefgeht.
Wöchentlich wiegen
Die Tagesmenge hängt am aktuellen Gewicht, und das ändert sich jede Woche. Einmal berechnen reicht im Welpenalter nicht – Plan speichern und nachtragen.
Schlank ist richtig
Rippen fühlbar, Taille von oben sichtbar. Ein runder Welpe ist kein gut versorgter Welpe – schnelles Wachstum belastet die Gelenke.
Nach aktuellem Gewicht rechnen
Nicht nach erwartetem Endgewicht. Die Endgewichts-Methode führt bei großen Rassen zuverlässig zur Überversorgung.
Knochen wiegen, nicht schätzen
Gewolfter Knochen ist beim Welpen die genauere Lösung. Bei einem ganzen RFK weißt du nie, wie viel Knochensubstanz tatsächlich im Napf lag.
Eine Komponente nach der anderen
Erst Muskelfleisch, dann Knochenanteil, dann Innereien, dann Pflanzliches. Jeweils ein paar Tage beobachten, bevor der nächste Bestandteil dazukommt.
Leckerlis abziehen
Snacks liefern Protein und Phosphor, aber kein Calcium. Sie kommen nicht obendrauf, sondern werden beim Fleischanteil abgezogen.
Kot als Rückmeldung
Hell und bröselig heißt zu viel Knochen, weich heißt zu wenig. Der Kot ist das schnellste Feedback, das du bekommst.
Nicht jede Mahlzeit vollständig
Die Ration muss über die Woche stimmen, nicht in jedem Napf. Ausnahme: Der Knochenanteil sollte gleichmäßig verteilt sein.
Woraus besteht eine Welpenration?
Aus denselben Komponenten wie beim erwachsenen Hund — üblicherweise 80 % tierisch und 20 % pflanzlich. Die Anteile innerhalb des tierischen Teils sind der eigentliche Bauplan.
| Anteil | Komponente | Form beim Welpen |
|---|---|---|
| 50 % | Muskelfleisch | stückig, sobald der Welpe kauen kann — gewolft nur zur Umstellung |
| 20 % | Rohe fleischige Knochen | gewolft — Knochenmus, wegen der Dosiergenauigkeit |
| 15 % | Pansen und Blättermagen | stückig oder gewolft, beides unkritisch |
| 15 % | Innereien | gewolft — es geht um kleine, exakte Mengen |
Prozentangaben bezogen auf den tierischen Anteil (80 % der Ration). Die restlichen 20 % sind pürierte Gemüse- und Obstanteile, dazu kommen Öle — beim Welpen insbesondere Lachsöl als DHA-Quelle.
Dürfen Welpen Knochen fressen — harte oder nur weiche?
Harte Knochen: nein. Weiche, fleischige Knochen: ja, aber erst nach dem Zahnwechsel. Bis dahin ist gewolfter Knochen die richtige Form — und zwar aus zwei Gründen gleichzeitig.
Warum harte Knochen im Welpenalter ausscheiden
Ein Welpe hat bis etwa zur 12. Woche ein reines Milchzahngebiss: 28 dünne, spitze Zähne mit schmaler Wurzel, die zum Zerreißen weicher Nahrung gedacht sind, nicht zum Zermahlen von Knochen. Zwischen der 12. und 28. Woche werden sie gegen 42 bleibende Zähne getauscht — in dieser Phase sitzen die Milchzähne locker, das Zahnfleisch ist gereizt, und die neuen Zähne sind noch nicht vollständig verankert.
Ein harter Knochen trifft in beiden Phasen auf ein Gebiss, das ihm nicht gewachsen ist. Bei tragenden Röhrenknochen vom Rind — Beinscheibe, Markknochen — gilt das ohnehin für jedes Alter: Die sind härter als Hundezahnschmelz und deshalb bei uns gar nicht im Sortiment. Warum, steht ausführlich unter BARF-Knochen.
Warum gewolft beim Welpen doppelt sinnvoll ist
Der zweite Grund ist wichtiger als der erste und wird fast immer übersehen: Dosiergenauigkeit. Bei einem ganzen Knochen weißt du nie genau, wie viel davon Knochensubstanz war und wie viel Fleischauflage — und ob der Welpe ihn wirklich vollständig gefressen hat. Beim Knochenmus steht die Menge fest. Und weil die Calciumversorgung im Wachstum eng zu halten ist, entscheidet genau diese Genauigkeit über die Qualität der Ration.
Ab wann darf ein weicher Knochen dazu?
Wenn das bleibende Gebiss vollständig ist — bei den meisten Hunden zwischen dem sechsten und siebten Monat. Dann eignen sich weiche, nicht tragende, fleischige Knochen: Hühnerhälse sind der Klassiker, für kleine Hunde halbiert. Immer unter Aufsicht, nie gefroren und nie gekocht.
| Alter | Knochenform |
|---|---|
| 8. bis 12. Woche (Milchzähne) | ausschließlich gewolft — Knochenmus oder gewolfter Knorpel |
| 12. bis 28. Woche (Zahnwechsel) | weiter gewolft — das Gebiss ist gerade im Umbau |
| ab ca. 6–7 Monaten | gewolft oder weiche ganze RFK wie Hühnerhälse, unter Aufsicht |
| jedes Alter | nie: gekochte Knochen, tragende Röhrenknochen, Markknochen |
Stückig oder gewolft — was braucht ein Welpe?
Die Faustregel lautet: Fleisch stückig, Knochen und Innereien gewolft. Nicht der Welpe entscheidet über die Form, sondern die Komponente.
Hier hält sich ein Missverständnis hartnäckig: „Mein Welpe kann noch nicht richtig kauen, deshalb bekommt er alles gewolft." Das klingt fürsorglich, dreht die Sache aber um. Ein Welpe lernt Kauen nicht, indem er Brei bekommt. Er lernt es am Widerstand — und im Welpenalter lernt er es besonders leicht.
Warum stückiges Fleisch beim Welpen erwünscht ist
- Kaumuskulatur und Kiefer entwickeln sich durch Benutzung.
- Fressgeschwindigkeit sinkt — wer kauen muss, schlingt weniger.
- Sättigung setzt früher ein, weil die Mahlzeit länger dauert.
- Zähne werden mechanisch gereinigt, was Brei nicht leistet.
Deshalb schlägt dir auch der BARF-Rechner im Welpenmodus stückiges Muskelfleisch vor und kein gewolftes. Das ist kein Fehler im Plan, sondern Absicht: Der Knochenanteil kommt gewolft, das Fleisch stückig.
Wann gewolftes Fleisch trotzdem richtig ist
- In den ersten Tagen der Umstellung — feiner dosierbar, magenschonender.
- Bei sehr jungen oder sehr kleinen Welpen, bei denen die Stücke schlicht zu groß wären.
- Im Zahnwechsel, wenn der Welpe sichtbar Schmerzen beim Kauen hat.
- Wenn Zusätze untergemischt werden müssen, die er sonst aussortiert.
„Mein Welpe ist ein Schlinger"
Das ist der häufigste Grund, warum Halter auf gewolft ausweichen — und dabei genau das Gegenteil erreichen. Ein Hund, der Stücke unzerkaut herunterschluckt, hat das Problem nicht gelöst, wenn er Brei bekommt; er hat nur keine Gelegenheit mehr, es zu lernen.
Was in der Praxis hilft: größere Stücke statt kleinere (kleine lassen sich schlucken, große muss er bearbeiten), Fütterung aus der Hand oder von einer flachen Unterlage, Ruhe beim Fressen und mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen. Gewolftes Fleisch bleibt die Ausnahme für die genannten Fälle — nicht die Dauerlösung.
Calcium: warum zu viel genauso ein Problem ist wie zu wenig
Ein erwachsener Hund reguliert die Calciumaufnahme über den Darm. Ein Welpe kann das noch nicht zuverlässig — er nimmt auf, was angeboten wird. Deshalb schadet beim Welpen auch ein Überschuss.
Die verbreitete Annahme lautet: „Ein Welpe wächst, also braucht er viel Calcium." Der erste Teil stimmt. Der zweite führt in die Irre.
Beim ausgewachsenen Hund passt der Darm die Aufnahmerate an den Bedarf an — was zu viel ist, wird zu einem großen Teil nicht resorbiert. Diese Regulation ist beim Welpen noch nicht vollständig ausgebildet. Ein dauerhafter Überschuss wirkt sich damit unmittelbar auf die Skelettentwicklung aus, besonders bei Rassen mit hohem Endgewicht, die lange und schnell wachsen.
Die Zahlen
Als Orientierung gelten im Wachstum rund 100 mg Calcium je Kilogramm Körpergewicht pro Tag und ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von etwa 1,2 : 1 bis 1,4 : 1. Beim ausgewachsenen Hund ist der Korridor mit 1,2 : 1 bis 2 : 1 deutlich breiter — das ist genau der Puffer, den ein Welpe nicht hat.
Details in Wie viel Calcium braucht ein Welpe? und Calcium für BARF-Welpen großer Rassen.
Kleine oder große Rasse — was ändert sich?
Die Wachstumsdauer. Ein Chihuahua ist mit acht bis zehn Monaten ausgewachsen, eine Dogge wächst bis ins zweite Lebensjahr — und trägt dabei ein Vielfaches an Gewicht auf noch weichen Gelenken.
| Kleine Rassen (bis ca. 10 kg) | Große Rassen (ab ca. 25 kg) | |
|---|---|---|
| Ausgewachsen mit | 8–10 Monate | 18–24 Monate |
| Wachstumsphase | kurz und schnell | lang, mit hoher Gewichtszunahme |
| Calciumrechnung | wichtig | kritisch — Überschuss besonders relevant |
| Fütterungsziel | gleichmäßiges Wachstum | eher langsames Wachstum, schlanke Kondition |
| Stückgröße | klein geschnitten oder anfangs gewolft | stückig, sobald das Gebiss es zulässt |
Bei großen Rassen ist „gut genährt" das falsche Ziel. Ein Welpe, der schnell zunimmt, wächst nicht besser — er belastet nur früher ein Skelett, das noch nicht fertig ist. Mehr dazu in Welpen barfen nach Rassengröße und Rassespezifische Risiken.
Welpen barfen in Berlin — Abholung oder Lieferung
Alles hier ist tiefgekühlt und überwiegend lose gefrostet. Beim Welpen ist das der entscheidende Vorteil: Du entnimmst 80 oder 120 Gramm, der Rest bleibt im Eis — statt ein Kilo aufzutauen, das der Welpe in dieser Menge gar nicht schafft.
Tiefkühlware liefern wir ausschließlich innerhalb Berlins, weil wir die Kühlkette selbst verantworten. Passend dazu: Leckerlis für Welpen fürs Training und die Übersicht aller Komponenten unter BARF Berlin.
Häufige Fragen zum Barfen von Welpen
Gibt es spezielles BARF für Welpen?
Nein. Es gibt kein Welpenfleisch und keine Welpen-Rezeptur. Was sich unterscheidet, sind Menge, Anteile, Stückgröße und die Genauigkeit beim Calcium. Die Komponenten sind dieselben wie beim erwachsenen Hund.
Ab wann kann ich einen Welpen barfen?
Ab dem Einzug mit etwa acht Wochen. Viele Züchter füttern bereits ab der vierten bis fünften Lebenswoche roh zu. Ein Mindestalter gibt es nicht — sobald der Welpe feste Nahrung frisst, kann er roh gefüttert werden.
Dürfen Welpen harte Knochen fressen?
Nein. Bis etwa zur 12. Woche hat der Welpe ein reines Milchzahngebiss, danach folgt bis zur 28. Woche der Zahnwechsel — in beiden Phasen ist das Gebiss harten Knochen nicht gewachsen. Tragende Röhrenknochen und Markknochen sind in jedem Alter ungeeignet, weil sie härter sind als Hundezahnschmelz.
Ab wann darf ein Welpe weiche Knochen bekommen?
Wenn das bleibende Gebiss vollständig ist, meist zwischen dem sechsten und siebten Monat. Dann eignen sich weiche, nicht tragende, fleischige Knochen wie Hühnerhälse — für kleine Hunde halbiert, immer unter Aufsicht, nie gefroren und nie gekocht.
Stückig oder gewolft — was braucht ein Welpe?
Fleisch stückig, Knochen und Innereien gewolft. Nicht der Welpe entscheidet über die Form, sondern die Komponente. Stückiges Fleisch trainiert Kaumuskulatur und Kiefer und bremst die Fressgeschwindigkeit; gewolfte Knochen und Innereien lassen sich exakt dosieren.
Mein Welpe schlingt — soll ich gewolft füttern?
Eher nicht. Ein Hund, der unzerkaut schluckt, lernt das Kauen nicht, wenn er Brei bekommt. Hilfreicher sind größere Stücke statt kleinerer, Fütterung aus der Hand oder von einer flachen Unterlage, Ruhe beim Fressen und mehrere kleine Mahlzeiten.
Warum schlägt der BARF-Rechner stückiges Fleisch vor?
Weil das für Welpen richtig ist. Gewolft kommt der Knochenanteil, weil er exakt dosiert werden muss — beim Muskelfleisch ist die stückige Form dagegen erwünscht, damit der Welpe Kauen lernt.
Wie viel BARF braucht ein Welpe am Tag?
Zwischen 7–8 % des Körpergewichts in der 8. bis 12. Woche und 2,5–3 % ab dem zehnten Monat. Der Anteil sinkt mit jedem Lebensmonat, während das Gewicht steigt — beides muss regelmäßig neu gerechnet werden, immer nach dem aktuellen Gewicht.
Wie funktioniert der BARF-Rechner für Welpen?
Du wählst den Modus „Welpe" und gibst Rasse, aktuelles Gewicht und Alter in Wochen an. Aus der Rasse kommt das Zielgewicht und damit die Wachstumskurve; das Alter bestimmt den Punkt darauf. Du siehst dann die Tagesmenge, die Entwicklung über die nächsten Monate und einen Versorgungsstatus mit Ampel. Ein Klick legt den kompletten Bedarf ins Körbchen.
Warum sollte ich den Plan im Kundenkonto speichern?
Weil eine Welpenration ein Verlauf ist, keine einmalige Rechnung. Mit gespeichertem Plan trägst du beim nächsten Mal nur das neue Gewicht ein und siehst sofort, ob dein Welpe noch auf der erwarteten Kurve liegt — und kannst die Menge gezielt anpassen.
Kann ein Welpe zu viel Calcium bekommen?
Ja, und das ist der wichtigste Unterschied zur Adultfütterung. Ein erwachsener Hund reguliert die Calciumaufnahme über den Darm; beim Welpen ist diese Regulation noch nicht vollständig ausgebildet. Als Orientierung gelten rund 100 mg Calcium je Kilogramm Körpergewicht und ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von 1,2 : 1 bis 1,4 : 1.
Rechne ich nach aktuellem Gewicht oder nach Endgewicht?
Nach dem aktuellen Gewicht. Die Berechnung nach erwartetem Endgewicht führt bei großen Rassen schnell zur Überversorgung — und schnelles Wachstum ist bei ihnen kein Ziel, sondern ein Risiko für die Gelenkentwicklung.
Welpen barfen – ja oder nein?
Ja, wenn du bereit bist, die Ration zu berechnen und regelmäßig nachzujustieren. Ein Alleinfutter bringt seine Nährstoffbilanz mit, bei BARF verantwortest du sie selbst — und im Wachstum wirkt sich ein Fehler unmittelbarer aus. Wer diesen Aufwand nicht leisten will, fährt mit einem guten Alleinfutter besser.
Ist Rohfütterung für Welpen gefährlich?
Nein, nicht grundsätzlich. Der Verdauungstrakt ist auf rohe tierische Nahrung ausgelegt, und die Hygieneregeln sind dieselben wie in jeder Küche. Rohes Schweinefleisch ist tabu — das gilt aber für jedes Alter. Das eigentliche Risiko liegt in einer falsch berechneten Ration.
Kann ich Welpen teilbarfen?
Ja, aber es ist nicht die einfachere Variante. Du musst wissen, welchen Anteil das Alleinfutter abdeckt, um den Rest korrekt zu ergänzen — sonst kommt der Calciumanteil doppelt oder gar nicht.
Wie gewöhne ich einen Welpen an BARF?
Komponentenweise über ein bis zwei Wochen: erst Muskelfleisch einer Tierart, dann der Knochenanteil, dann Innereien und pflanzliche Anteile. Jeweils ein paar Tage beobachten, bevor der nächste Bestandteil dazukommt.
Woran erkenne ich, dass die Ration passt?
Am Kot und an der Kondition. Heller, bröseliger Kot heißt zu viel Knochenanteil, sehr weicher zu wenig. Der Welpe sollte schlank bleiben: Rippen fühlbar, Taille von oben erkennbar.