BARF Wissen · Gewichtssteuerung
Übergewicht ist einer der häufigsten Gründe, warum Hundehalter ihre Fütterung hinterfragen. Auch bei der Fütterung nach dem BARF-Konzept gilt jedoch: Einfach weniger füttern ist selten eine gute Lösung. Diese Seite zeigt, wie Übergewicht mit BARF sinnvoll angegangen werden kann, ohne die Ration strukturell zu entwerten.
Kurzantwort: Bei Übergewicht sollte mit BARF die Energiezufuhr reduziert werden, während Proteinversorgung, Rationsstruktur und kritische Nährstoffe vollständig erhalten bleiben. Ziel ist Fettabbau – nicht Muskelverlust oder Mangelversorgung.
Übergewicht zählt zu den typischen Spezialfällen der BARF-Fütterung und wird im Rahmen von BARF Spezial gesondert betrachtet. Die grundsätzliche Einordnung findest du unter BARF & Gewicht.
Wird die Futtermenge pauschal reduziert, sinkt nicht nur die Energiezufuhr, sondern auch die Zufuhr essenzieller Nährstoffe. Die Folge können Mangelzustände, Muskelabbau oder ein dauerhaft hungriger Hund sein.
Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion mit BARF erfordert daher eine gezielte Anpassung der Energie, nicht eine pauschale Kürzung der gesamten Ration.
Eine sinnvolle Gewichtsreduktion zeigt sich nicht nur auf der Waage. Ziel ist ein langsamer, gleichmäßiger Fettabbau bei stabilem Allgemeinzustand.
Bleibt der Gewichtsverlust trotz plausibler Anpassung aus oder treten zusätzliche Symptome auf, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Übergewicht kann auch sekundäre Ursachen haben.
Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle tierärztliche oder ernährungsphysiologische Beratung.